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Nachdem die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland glücklich überstanden und der Freudentaumel über Klinsi + Co. abgeebbt war, konnten wir uns wieder den anderen wichtigen Themen im Leben zuwenden. Und dazu gehören natürlich Motorradausflüge.
Eine Gegend, die wir uns schon lange ansehen wollten, war das Jura, sowohl auf französischer, als auch auf schweizer Seite. Dazu noch eine flotte Runde durch den südlichen Schwarzwald, das schien uns die geeignete Beschäftigung am Wochenende vom 14. bis 16. Juli 2006.
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Los ging es morgens mit einer flotten und rationellen Fahrt von Leonberg durch den nördlichen Schwarzwald über Pforzheim Richtung Dornstetten und von dort nach Dornhan, Schiltach, Hornberg, Schonach, Triberg, Richtung Furtwangen. Natürlich immer auf der Suche nach den kleinen Bezirksstraßen, um dem Autoverkehr weitgehendst zu entkommen. Das klappt dort auch ganz prima, es gibt jede Menge kleine und ziemlich einsame Straßen als zusätzliche Verbindungen zu den genannten Orten.
Der Einstieg in den südlichen Schwarzwald war für uns dann Hinterzarten.
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Hornberg aus einer interessanten Perspektive: Der Marktplatz, fotografiert durch das Schaufenster des Spielzeugmuseums
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Wir hatten uns als Stützpunkt für unsere Fahrten diesmal in Aitern bei Schönau im Gasthof Belchenblick bei Familie Kiefer einquartiert. Wir bekamen ein geräumiges und sauberes Zimmer mit einem großen Balkon, das Essen war hervorragend (vor allem die tollen Pfifferlinge !!), der Preis für das Doppelzimmer mit Frühstück von 52 Euro wirklich gerechtfertigt. Der Gasthof Belchenblick ist uns eine Empfehlung wert. Leider ohne Internetpräsenz, sonst wäre hier schon der entsprechende Link.
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Nachdem wir unser Quartier bezogen hatten, fuhren wir nachmittags noch eine tolle Runde: Hochfahrn, Schauinsland (ist am Freitag ja noch für Motorradfahrer offen), Trubelsmattkopf, Belchen, Rohrenkopf, Hohe Möhr, Schluchsee, Feldberg, Höchenschwandberg, Todtmoos, Todtnau, Münstertal.....das waren in etwa die Eckpunkte unserer kleinen Rundreise. Meistens durch wunderbar sattgrüne Wälder auf einspurigen Nebenstraßen über all die mittleren Berge, die der Südschwarzwald zu bieten hat. Und immer mit grandioser Aussicht über das nach unserer Ansicht schönste Stück Deutschlands.
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Am Samstagmorgen ging es dann über Schopfheim und Lörrach nach Basel. Eigentlich ein schönes Städtchen und sicherlich auch mal eine Tagesreise wert. Wir wollten uns aber nicht dort aufhalten, sondern das Jura inspizieren.
Also ging es weiter über Folgensbourg in Richtung Ferrette, dort dann der erste französische Cafe. Sehr lecker. Und im Hintergrund eine altehrwürdige Kirche als Zentrum der kleinen Stadt.
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Une cafe au lait, s'il vous plait
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Und los ging es zu unserer Runde durch das Jura:
Von Ferrette nach Sondersdorf, Kiffis, Movelier nach Delemont und von dort weiter über Develier auf den Col des Rangiers nach St. Ursanne zum Clos du Doubs.
Wir mussten uns erst an die eigenartige Beschilderung im französisch/schweizer Grenzgebiet gewöhnen, anfänglich war die Verwirrung groß und die Landkarte wurde zum wichtigsten Utensil. Wir passierten ja permanent die Grenze Frankreich/Schweiz. Auf einer Seite gab es blaue, auf der anderen Seite gelbe Wegweiser. Verwirrend...
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Das schönste Stück Jura erlebten wir entlang des Flusses Doubs zwischen St. Ursanne und St. Hippolyte. Eine wunderbare Straße immer unmittelbar neben dem Fluß, dazu der Duft des Sommers. Immer wieder kleine Buchten, wo man das Motorrad abstellen und ein paar Minuten völlig alleine am Fluß sitzen und mit der Seele baumeln konnte.
Generell ist zu sagen, dass das Jura für Motorradfahrer ein zwiespältiges Gebiet ist: keine Berge, keine engen Kurven, dafür sanfte Hügel mit vielen Wiesen und Feldern. Immer mit dem Blick in die nächsten beiden Kurven. Also eher was für Cruiser und nicht für Serpentinenfexe.
Und eines noch zur Warnung: Tankt bei jeder sich bietenden Gelegenheit Euer Motorrad auf !! Abgesehen davon, dass es nur extrem wenige Tankstellen gibt, die meisten davon sind dann mit Kartenautomaten bestückt und wer hat schon die richtigen Karten dabei ??
Links bekommt Ihr einen Eindruck von St. Hippolyte, rechts von St. Ursanne, beide am Fluss gelegen:
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Weiter ging es Richtung Maiche und Damprichard, auf engen Straßen entlang nach Franches Montagne. Von dort hoch nach Soubey und entlang dem Corniche du Jura Richtung Underveller und Souboz nach Moutier.
Es war drückend heiß geworden und wir wollten eigentlich aus unseren Motorradklamotten wieder raus. Genug gesehen hatten wir allemal und so ging es zurück Richtung Basel und von dort aus wieder nach Schönau. Als Abschluß noch einmal eine kleine Runde rund ums Münstertal und dann genossen wir den Abend im Gasthof Belchenblick bei lecker Speis + Trank.
Rückblickend betrachtet war das Jura für uns nicht DIE Erleuchtung, da hat uns die Schwarzwaldrunde besser gefallen. Das aber mit Sicherheit nur deshalb, weil wir eher zu den oben genannten Serpentinenfexen gehören :-))
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Eine Spezialität im Jura: Ziegenkäse... Noch spezieller ist für uns aber diese wunderbare Hausfront.
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