 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
Nachdem wir während unserer Sommerreise 2005 mit dem Motorrad auch in Kauns im Kaunertal übernachtet hatten und uns dabei dieses Tal sehr gut gefallen hatte, machten wir es zum Ziel unserer Bergwanderung im Juli 2006.
Wir hatten mit dem Sporthotel Weisseespitze wieder eine erstklassige Unterkunft ausgesucht. Ein typisch österreichisch-rustikales Hotel, die Küche erstklassig, die Zimmer groß, modern eingerichtet, sauber, die Angestellten sehr freundlich, und vor allem auch für Motorradfahrer geeignet (Garage, Waschplatz, Werkzeug, usw.).
|
 |
|
|
|
|
|
|
Unser Ziel am ersten Tag war der Madatschkopf auf 2700 m Höhe. Frühmorgens ging es los, wir wollten der Hitze des Tages entfliehen und schon am Vormittag möglichst weit oben sein, wo uns um die 20-22 Grad erwarteten. Im Tal waren 32 Grad angekündigt, zu heiß zum anspruchsvollen Wandern.
|
 |
|
|
|
|
|
|
Los ging es in der Ortschaft Feichten. Über einen wunderbaren Waldweg wanderten wir in Richtung Verpeilalm. Dort kamen wir nach ungefähr 1,5 Stunden an. Weit und breit keine Menschenseele zu sehen, die Alm wird nicht mehr bewirtschaftet. Dafür aber jede Menge Kühe. Wir mussten quer durch deren Weide weiter bergauf. Dabei bekamen die Rindviecher natürlich jede Menge Streicheleinheiten von uns ab. Und wir verloren unsere anfängliche Vorsicht und den großen Respekt :-))
Impressionen auf dem Weg zur bzw. auf der Verpeilalm:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Weiter ging es von der Verpeilalm in Richtung Verpeilhütte. Nach einer guten Stunde kamen wir dort an und genossen den wunderbaren Ausblick auf die Berge rund um die Hütte. Noch hatten wir aber unser Ziel nicht erreicht. Dazu mussten wir nach Auskunft des Hüttenwirts noch weitere 1,5 Stunden anstrengende Kletterei auf den Madatschkopf hinter uns bringen.
Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg.
|
 |
|
|
|
|
|
|
Der Weg führte uns entlang eines Baches bis zur Baumgrenze und von da an in weiten Kurven ziemlich steil bergan bis zum Gipfelkreuz. Die Beine wurden immer schwerer (immerhin hatten wir schon gute 3-4 Stunden Aufstieg seit unserm Start in Feichten hinter uns), der Weg immer mühseliger, teilweise über Geröllpfade, die ja noch wesentlich anstrengender zu begehen als Felspfade sind. Wir verloren dabei aber nie die Verpeilhütte aus unserem Blick, sodass wir dadurch motiviert wurden, dass die Hütte immer kleiner, dafür das Gipfelkreuz aber immer größer wurde.
Und dann war es endlich geschafft. Wir genossen einen traumhaften Ausblick nach allen Seiten.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Plötzlich sahen wir über die Berge die ersten dunklen Wolken näher kommen. Dazu grollten die ersten Donner. Wir hatten mit allem gerechnet, aber nicht mit Regen, daher hatten wir keinerlei Regenschutz mit (ein großer Lerneffekt für die nächste Wanderung :-))
So schnell wir konnten ging es wieder zurück zur Verpeilhütte. 15 Minuten vor der Ankunft hat uns aber doch der (gottseidank warme) Regen erwischt. Wir stellten uns unter einem hohen und dichten Nadelbaum und warteten den ersten Guss ab. In einer Verschnaufpause der Wolken flitzten wir weiter Richtung Hütte und kamen dort rechtzeitig vor dem zweiten Guss an. Nach einer halben Stunde war der Zauber vorbei und wir konnten uns trockenen Fußes zurück auf den Weg zu unserem Auto nach Feichten machen.
Natürlich wieder vorbei an den Kühen der Verpeilalm. Man beachte den Todesmut von Karin beim Anschleichen an zwei (wahrscheinlich gemeingefährliche) Rindsunholde:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Am nächstenTag spürten wir all die Muskeln, von deren Existenz wir noch gar nichts wussten :-))
Jedenfalls war es aussichtslos, eine erneute Bergwanderung einzuplanen. Aber nachdem die Gegend reichlich Sehenswertes bietet, setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Landeck und Imst zu einer kleinen Sightseeing-Runde.
Landeck ist ein wunderbares Städtchen. Imst dagegen ziemlich grauenvoll: mitten durch die Stadt führt die Hauptgeschäftsstraße mit eigentlich netten Läden. Aber andauernd fahren LKWs, Busse und Autos dicht am Gehsteig vorbei, ein Riesenwirbel, keinerlei Chance, gemütlich zu bummeln. Geschweige denn, um sich zu unterhalten. Der pure Wahnsinn.
|
 |
Burgenvielfalt... Im Hintergrund die Burg Landeck, im Vordergrund die Burg Berneck
|
|
|
|
|
|
Also stiegen wir lieber wieder in unser Auto und fuhren zurück ins Kaunertal und über die mautpflichtige Straße 28 Kehren hoch zum Gletscher. Dort ist es aber im Sommer doch eher trist. Und kalt (15 Grad).
Den späten Nachmittag genossen wir jedenfalls in unserem Hotel und ließen auf dem Balkon mit der Aussicht auf die Berge und den Gletscher unsere Seele baumeln.
|
 |
Der Blick zum Gletscher
|
|
|
Druckbare Version
|
|
 |
|
 |