HORNISGRINDE 2008

Warum in die Ferne schweifen.....wir wohnen ja am Rande des Schwarzwaldes, düsen dort immer wieder mit unserem Motorrad herum und denken dabei oftmals, dass die Gegend ja wohl ausreichend Potential für eine schöne Wandertour hat.

Also flugs ein wenig gegoogelt und siehe da: keine Stunde von uns entfernt bot sich eine wunderbare Rundwanderung über 24 km und über die höchste Erhebung des Nordschwarzwaldes an: die Hornisgrinde mit 1163 m.



Los ging es in der nähe von Baiersbronn am Parkplatz in Ruhestein. Die ersten ein bis zwei Kilometer führen einen Skihang entlang, bis sich dann so langsam die Landschaft öffnet und den Blick freigibt auf dem Wilden See, der im Tal liegt und zu dem ein gemütlicher Weg runter führt.










Aber nicht für uns....

Gottseidank erspähten wir in der Nähe des Eutinggrabes noch rechtzeitig, dass auch ein ziemlich steiler Abstieg zu diesem See möglich war, also verließen wir die beschriebene Route und hatten für die nächsten 20 Minuten einen wunderbaren Weg vor uns. Kaum zu glauben, dass wir nicht in den Alpen waren, sondern "nur" im nördlichen hügeligen Schwarzwald. Hier ein paar Bilder des Abstiegs zum See:






Und wieder rauf auf den Berg

Vom Wilden See aus ging es über wunderbare Waldwege in Richtung dem Weiler Hinterlangenbach, ein völlig verstecktes Dörfchen mit wenigen Häusern (aber immerhin zwei großen Restaurants mit Hotel) zum Wälzbachtal und von dort steil und anstrengend hinauf in Richtung Ochsenstall, einem gemütlichen Wanderheim. Wie geschaffen für Cafe, Kuchen und sonstige Erfrischungen :-)



Das ist der Gipfel

Dann noch ein kurzes Stück bergauf, und wir standen auf dem Gipfel des Nordschwarzwaldes, der Hornisgrinde. Dort oben ein massiver Antennenturm, einige Windräder, ein beeindruckender Blick bis zum Südschwarzwald (man sieht auch noch die Windräder vom Schauinsland, also fast an der Schweizer Grenze). Das Ganze eingebettet in eine beeindruckende Heidelandschaft. Aber genug der Worte, nachstehend ein paar Bilder vom Gipfel der Hornisgrinde:






Und ab ins Tal zum Mummelsee

Nachdem wir die Aussicht genossen hatten und Karin einen 5-minütigen Schönheitsschlaf gehalten hatte :-)) ging es bergab in Richtung Mummelsee, die ersten 30 Minuten wieder über ganz enge und wildromantische Waldwege. Die letzten ein bis zwei Kilometer dann auf einer Wirtschaftsstraße bis zum See. Dort Hollywood pur. 20 Verkaufsstände, jede Menge Autobusse, usw. naja, nicht jedermanns Geschmack. Wir liefen gleich weiter in Richtung der Darmstädter Hütte, mutterseelenalleine auf weiter Flur. Rund um uns allerdings nach wie vor die massiven Auswirkungen des Sturmes "Lothar", der im Dezember 1999 weite Teile des Nordschwarzwaldes "umlegte".








Das Werk von Lothar...

Todmüde zurück am Ruhestein

Nach ungefähr 25 km (oder bei flottem Schritt 6 Stunden) waren wir wieder zurück an unserem Auto. Wir waren rechtschaffen müde aber auch sehr zufrieden mit uns. Dieser Rundweg ist wie geschaffen für einen sportlichen Sonntag, kein gemütlicher Spaziergang, aber auch kein hochalpines Klettern. Gerade recht für uns Stadtmenschen. Hat uns jedenfalls Spaß gemacht und nachdem der Weg nur ungefähr eine Stunde von uns zuhause weg ist, wird er uns sicherlich wieder sehen.




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