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Es war mal wieder an der Zeit. Der Oktober ein goldener, unsere Lust auf 1-2 Berggipfel bei diesem Wetter wurde immer größer. Also packten wir am Freitag, 10. Oktober unsere sieben Wandersachen und machten uns auf in den Landkreis Traunstein im schönen Chiemgau. Genauer gesagt nach Inzell.
Wir hatten uns im Hotel Bayrischer Hof einquartiert, ein Hotel, das uns mit seinen 4 Sternen das ideale Relaxprogramm nach anstrengenden Bergklettereien versprach.
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Naja. Die vier Sterne würden wir wohlwollend betrachtet als drei klassifizieren. Noch dazu war an diesem Wochenende eine Volksmusikveranstaltung und vor dem Hotel stauten sich die Busse aus ganz Deutschland, die die aus Funk und Fernsehen bekannten Fans der Jodeleien ausspuckten.
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Wir wollten von Inzell-Adlgaß über die Kohleralm auf den Gamskogel steigen, von dort quer über einen wunderbaren Steig zum Zwiesel laufen und dann wieder bergab in Richtung Inzell-Adlgaß zu dem Parkplatz, auf dem unser Auto stand, zurückkehren. Also legten wir in Adlgaß los. Die erste halbe Stunde leider über einen breiten Wirtschaftsweg, aber dann ging es links ab und heftig bergauf zur Kohleralm. Dort kamen wir nach insgesamt 3 Stunden müde und durstig an. Aber ein köstlicher Apfelsaft und dazu passend ein leckerer Apfelkuchen, der natürlich von der Hüttenwirtin selbst gebacken war, weckten sofort wieder unsere müden Wanderseelen.
Nachfolgend ein paar Eindrücke von der Kohleralm (1450 m) und dem Weg dorthin....
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Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg auf den Gamskogel, den wir von der Kohleralm vor uns aufragen sahen. Von der Alm betrachtet sah der Weg ziemlich steil und anstrengend aus. Und vor allem langwierig. Was stimmt war steil und anstrengend. Langwierig erwies sich als Trugschluss, nach 45 Minuten waren wir am Gipfelkreuz (1750 m) und mächtig zufrieden mit uns. Unter uns lag eine unglaublich schöne Herbstlandschaft, vis-a-vis mächtige Alpengipfel, z.b. der Watzmann.
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Der Blick vom Gamskogel - einfach umwerfend
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Nachdem wir mit "Oh" und "Ah" unserer Freude Ausdruck verliehen hatten, ging es weiter zum Zwiesel. Ein kleiner, aber feiner Berggrat, zwei- bis dreimal mit Drahtseil und Leitern versehen, eine gute halbe Stunde traumhafter Weg zum nächsten Gipfel.
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Mittlerweile war es 14 Uhr geworden und wir mussten noch ungefähr 3 Stunden zurück zum Auto. Nachdem es gegen 18:30 dunkel wurde, war es höchste Zeit, uns auf den Weg zu machen. Es ging ein kurzes Stück zurück auf dem Grat und dann an einer Wegkreuzung zurück nach Adlgaß. Das war allerdings sehr anstrengend, weil es ziemlich steil bergab ging und wir auf der sonnenabgewendeten Seite waren, d.h. alle Wurzeln waren nass und rutschig, dazwischen oft Matsch, es war kein reines Vergnügen.
Aber wir waren wie geplant um 17 Uhr beim Auto, fuhren das kurze Stück zurück ins Hotel und genossen dort noch das kleine Hallenbad. Und nachdem, wie Anfangs beschrieben, ein Volksmusikabend auf uns wartete, genossen wir noch unser Essen, packten uns eine Karaffe Wein ein und verzogen uns.
Eine wunderbare Wanderung, gerade recht für uns Stadtmenschen, nicht langweiliger Spazierweg und auch nicht ausgesetzter Felsen.
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