Nordvogesen 2005 |
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Juni 2005. Wenig Zeit an den Wochenenden. Aber große Lust, mal wieder wenigstens Samstag/Sonntag auf kurvigen Straßen durch dichte Wälder zu fahren. Was also lag näher, als mal wieder in der unmittelbaren Umgebung dem Hobby zu frönen: Schwarzwald - Elsass und über die Nordvogesen zurück nach Stuttgart. Es waren ja nur 2 Tage Zeit... |
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Chateau du Haut-Koenigsburg
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Eine wahrlich prächtige Burg, deren Besuch sich unbedingt lohnt. 1,5 ha groß, aus massivem Sandstein gebaut, wuchtige Mauern und Türme, Artillerieplattformen, Burggräben, selbst der Palas, der Wohnteil der Burg, ist mit wuchtigen Erkern gestaltet. Da kann man sich leicht vorstellen, dass potentielle Eroberer und Kriegsherren mächtig zu tun hatten, wenn sie planten, die Burg zu attackieren. Im Dreissigjährigen Krieg hielten die Soldaten in der Burg ein Monat gegen eine große Übermacht der Schweden die Stellung, letztendlich wurde sie dann doch gebrandschatzt und geplündert und lag danach zwei Jahrhunderte in Schutt und Asche. |
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Kleiner Auszug der Geschichte der Burg
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Gegründet wurde die Burg im 12. Jahrhundert und die Besitzer und Eroberer der Burg sind namhaft: Friedrich II. von Hohenstaufen, die Habsburger, Wilhelm II. von Hohenzollern, der um 1865 die Burg wieder aufbauen ließ, um nur einige zu nennen. |
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Und immer wieder die Gräuel von 1914-1918
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Wie auch bereits im Bericht von 2004: unkommentiert der Wahnsinn, zehntausende junger französische und deutsche Soldaten abschlachten zu lassen. Beängstigend zu sehen, dass auf einem riesigen Schlachtfeld praktisch alle paar Meter die Überreste der armen Kerle gefunden wurden. |
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Eine traumhafte Unterkunft nahe Obernai
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Skeptisch, ob unserer bisherigen eher schlechten Erfahrungen mit Hotels und Restaurants in den Vogesen, haben wir Samstag abends eine Unterkunft gesucht. Nachdem spätestens am Champ du feu der Durst und das schmerzende Hinterteil über die Lust zum Motorrad fahren siegten, haben wir die Straße Richtung Obernai genommen. |
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An einer Kreuzung, vielleicht 3-4 km vom Champ du feu entfernt, sind wir fündig geworden: Ein unglaublich hübsches Lokal, mit einigen sehr sauberen Zimmern, köstliches Essen, vernünftige Preise, ein wahnsinnig netter Pächter, der ganz wunderbar Deutsch spricht: die Auberge de la Chabonniere. |
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