Norditalien 2007 |
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Sonntag, 29. Juli 2007. Nach diversem Urlaubsvorgeplänkel (2-tägige Wanderung bei Oberstaufen, bzw. 4-tägiger Besuch in Dinos Heimatstadt Wien) endlich der lang herbei gesehnte Hauptteil des Urlaubs: Die große Motorradrunde durch Norditalien. |
Die Marmolada-Gruppe 3300 m imposante Felslandschaft - einer der absoluten Mittelpunkte unserer Reise |
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Die Anreise: Durch das bewölkte Allgäu und das regnerische Vorarlberg, über das Furka Joch zum Aufwärmen der Kurventauglichkeit von Fahrer und Motorrad diesmal bis in die Nähe von Bludenz. Dort dann wegen immer dunkler werdender Wolken die vorzeitige Quartiersuche. |
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Das erste Highlight - Die Unterkunft in Röns
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Aber auch ein regnerischer Abend kann seinen Höhepunkt finden: Durch Zufall fanden wir in Röns, zwischen Feldkirch und Bludenz nahe Satteins den wunderbaren Gasthof "Der Löwe" von Familie Gohm. Ein exzellentes Zimmer (ja fast schon eine Kleinwohnung), absolut leckere regionale Küche, sehr freundliche Wirtsleute, und das zu einem sehr vernünftigen Preis. Also: ein absoluter Tipp, wenn Ihr rund um Bregenz / Feldkirch / Bludenz ein Quartier sucht. |
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Die Fahrt in die Sonne
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Am nächsten Morgen: nach wie vor sehr bewölktes Wetter mit leichtem Regen. Zuerst dachten wir daran, bis mittags im Löwen zu bleiben, aber dann fassten wir den richtigen Entschluss: Flucht nach Süden....durch das Ötztal und über das Timmelsjoch Richtung Italien in der Hoffnung, dort die Sonne zu sehen und in Sterzing unsere Regenklamotten verpacken zu können. |
Sommer in Vorarlberg.... |
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Gesagt, getan. Tatsächlich war dann am Timmelsjoch der wettertechnische Tiefpunkt da: Regen, Graupelschauer, 3 (!!) Grad Celsius. Aber immerhin Plusgrade :-)) |
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Sarntaler Alpen und Bozen
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Auf die Sarntaler Alpen hatten wir uns wieder besonders gefreut. Bereits 2005 sind wir im Rahmen unserer Sommerreise durch dieses liebliche Tal gefahren. Eine einzelne Straße zieht sich von Sterzing nach Bozen, kaum befahren, eingebettet in eine lieblich hügelige Landschaft mit der Kleinstadt Sarentino als Zentrum. 50 km absoluter Genuss... |
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Peilung Grödner Tal
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Ein weiteres Ziel, das wir uns vorgenommen hatten, war das "Garni Reutlingen" in Colfosco in der Nähe des Grödner Tales. Die Beschreibung der Unterkunft könnt Ihr unserer Sommerreise 2005 entnehmen. |
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Vom Grödner Tal ins Valle di Non
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Nach einem leckeren Frühstück ging es morgens los in Richtung Westen: Passo Campolongo, Passo Pordoi, Canazei, Passo die Valles, Pedrazzo, Cavalese, Val di Florina. Langsam veränderte sich die Landschaft. Aus der schroffen Welt der Dolomiten ging es in eine wunderschöne hügelige Landschaft über, ein lang gezogenes Tal mit kleinen Dörfern, eingebettet in Weinberge, wo ausschließlich Chardonnay und Müller-Thurgau angebaut wird. |
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Durch das Val di Cembra ging es weiter in die regionale Hauptstadt Trento. Ein verkehrstechnischer Moloch, für Touristen leider sehr sparsam beschriftet. Nach langem Hin und Her haben wir endlich die richtige Ausfahrt gefunden: Rauf auf den Bondone, durch ungezählte Kurven und Spitzkehren und über Vezzano zu einem der Höhepunkte der Tagesreise: Dem Lago die Molveno mit dem Städtchen Molveno an der Nordspitze des Sees. |
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Molveno am nördlichen Ufer des Lago di Molveno |
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In einer Gartenwirtschaft nahe dem Seeufer trafen wir Günter und Maria aus der Nähe von Konstanz, die nahe der kleinen Stadt Cles bereits eine Unterkunft gebucht hatten, das Albergo Ristorante Nerina. Wir waren bereits auf den nahenden Feierabend programmiert und daher sehr erfreut, dass die Beiden uns ins Schlepptau nahmen und uns in das Albergo navigierten, weil sie wussten, dass dort noch Zimmer frei waren. |
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Und wieder Richtung Berge...
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Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege wieder. Uns zog es weiter in Richtung Nordwesten zurück in die Alpen und Dolomiten. |
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Es wird südlicher...
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Es ging vom Passo Gavia in Richtung Bormio, südlich des Stilfser Jochs gelegen und ein Zentrum des Wintertourismus in Italien. Wir wollten weiter in Richtung Schweiz und fanden auf dem Weg nach Livigno das Valle di Fraele. |
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Es war eklatant, wie sich innerhalb weniger Kilometer die Landschaft änderte: Das mitteleuropäische Bormio ging in das südeuropäische Valle di Fraele über. Es war heiß, links und rechts am Straßenrand nur mehr Nadelgehölze. Kein Bezug mehr zu den grünen und saftigen Waldlandschaften in Südtirol oder Österreich. Eher der Eindruck von Griechenland oder der Türkei... |
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Doch in die Schweiz ??
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Eigentlich wollten wir ja noch in die Schweiz abbiegen, um so bekannte Orte wie St. Moritz oder Klosters mit unserem Besuch zu adeln. Aber die Zeit wurde immer knapper, und ein Blick auf die Landkarte lehrte uns, dass unendlich viele uns sicherlich schöne Pässe in der Schweiz auf uns warteten, die eine eigene Reise wert waren. Noch dazu hatten wir von einem Bekannten gehört, dass danach weiter südlich noch die Seealpen in Frankreich bis zur Küste bei Nizza auf uns warteten. |
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Doch wieder das Stilfser Joch
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In Livigno legten wir eine kurze Rast ein, stärkten uns bei einem kleinen Imbiss und fuhren dann weiter entlang dem Lago di Gallo durch einen kerzengeraden Tunnel in die Schweiz und dort rechts ab zum Ofenpass und (mal wieder) aufs Stilfser Joch. Hollywood pur. Was der Ocean Drive in Los Angeles, das ist das Stilfser Joch in den Alpen. Jede Menge Motorräder, jede Menge Läden mit allem Kitsch, der denkbar ist. |
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Weniger ist mehr....
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Der Weg zurück nach Österreich über den Reschenpass in Richtung Landeck war ja mittlerweile ein Klassiker für uns. Nicht gerade mit verbundenen Augen zu fahren, aber wohl bekannt. Und natürlich bog unser Motorrad mal wieder ins Kaunertal ab. Dort aber zur Überraschung "unser" Gasthof Adler geschlossen und kein Quartier in einem anderen Gasthof für eine Nacht erhältlich. |
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Dafür aber in einem Bauernhof (Haus Mathilde) in Kauns, ein ausgesprochen nettes Zimmer mit einer reizenden Frau Haslwanter, die uns am nächsten morgen noch ein super Frühstück servierte. Und das um ganze 17 Euro pro Person !! Sensationell. |
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Zurück in den Herbst...
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Es ging wieder über den Arlberg in Richtung Lech / Warth. Ein Motorradfahrer hatte sich von der Straße verabschiedet. Kostete uns 45 Minuten Wartezeit, bis wir nach der obligaten Straßensperre in den Bregenzer Wald zurück kamen. Naja, hoffentlich geht es ihm wieder gut. |
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