Feldberg 2007

Ostern 2007. Die Meteorologen hatten sich mehrheitlich auf Schönwetter im südlichen Schwarzwald festgelegt. Das passte uns !! Eine Wanderung auf den Feldberg, mit 1493 Metern der höchste Berg von Baden-Württemberg, und ein Bummel durch Freiburg, der wahrscheinlich schönsten Stadt dieses Bundeslandes.....das war ein erstrebenswertes Programm für uns an diesem Osterwochenende.


Die Wanderung

Karfreitag morgens ging es los, von Leonberg in Richtung Oberried bei Kirchzarten. Um 9:30 parkten wir unser Auto beim Gasthaus "Adler" in Oberried und starteten von dort unseren Wandertag Richtung Feldberg. Oberried liegt auf etwa 450 m, sodass uns immerhin 1100 m Höhenunterschied erwarteten.

Der schönste Teil der Strecke erwartete uns gleich am Ortsende und für fast 1,5 Stunden: die "Gfällsmatte", ein auch klettertechnisch anspruchsvolles Stück mit Felswänden und Geröllhalden.



Der mittlere Teil der Strecke war nicht unbedingt nach unserem Geschmack: praktisch ausschließlich ging es über Wirtschaftswege, sodass man eigentlich nie das Gefühl hatte, im Schwarzwald unterwegs zu sein, das hätte genauso gut auch bei uns um die Ecke sein können. Das letzte Viertel dann, vom "Toten Mann" zur "Zastler Hütte" wäre wieder ein wunderbarer Waldweg gewesen, wenn nicht eine große Überraschung auf uns gewartet hätte...


Die Überraschung: Schnee !!

Es ging weiter via der Erlenbachweide zum "Toten Mann". Es wurde kälter, aber das war kein Problem für uns, wir hatten ausreichend Kleidung im Rucksack und waren gut vorbereitet. Zumindest fast.....denn was wir nicht wussten war, dass Anfang April ab 1200 m Höhe noch reichlich Schnee lag. Wir waren durch die warme Frühlingsperiode im Tal bzw. bei uns in Stuttgart reichlich verwöhnt, an Schnee konnten wir uns nur mehr dunkel erinnern, den hatten wir beim besten Willen nicht mehr eingeplant...


Zuerst waren wir noch ziemlich belustigt. Aber spätestens auf den (angeblich) 1,8 km vom "Toten Mann" zur Zastler Hütte (wir empfanden es aber als gefühlte 5 km) hatten wir ganz schön zu kämpfen.

Teilweise versanken wir bis zu den Knien im Schnee, teilweise hatten wir die Befürchtung, den Berghang runter zu purzeln, weil der schmale Weg nur rudimentär zu erkennen war. Aber wir haben es gottseidank problemlos zur Hütte geschafft.



Über Stollenbacher Hof zurück ins Tal

Nach einer kurzen Stärkung ging es zurück Richtung Oberried. Zuerst mussten wir erneut zuück durch das Schneefeld Richtung "Toter Mann" und dann querpass über eine Schiwiese und entlang eines Schiliftes zum Stollenbacher Hof. Dort noch einen Kaffee genossen und dann weiter über Zastler, Burghardtshof zurück nach Oberried.

Faszinierend war der Ruhewald, durch den wir liefen. An den Wurzeln der Bäume werden Urnen mit der Asche von Verstorbenen bestattet. Eigentlich eine sehr schöne Art, seinen Liebsten eine letzte Ruhestätte zu organisieren....


Freiburg - die Perle im Südschwarzwald

Wir hatten ein Zimmer im "Neuer Löwe" in Freiburg reserviert, ein 4*-Hotel, ruhig gelegen, mit hervorragendem Restaurant und geräumigen und angenehmen Zimmern. Lange haben wir allerdings den Komfort nicht genossen :-)) Wir waren nach unserer 30-km-Tour ziemlich müde, haben uns noch leckeren badischen Wein und leckeres badisches Essen gegönnt und sind dann schnell und tief ins Land der Träume abgetaucht.

Am nächsten Morgen nach einem erstklassigen Frühstücksbuffet im Hotel fuhren wir nach Freiburg, das ja keine 15 Minuten vom Feldberg entfernt liegt.



Faszinierend am Samstag der Markt rund um den Dom. Es war perfektes Wetter, strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen. Wir liefen rund um den Markt, der alle 5 Meter nach anderen Köstlichkeiten duftet, waren von der Atmosphäre tief beeindruckt, stellten uns vor, wie vor hunderten Jahren dort auch schon Märkte stattfanden.....

Rund um den Platz gibt es jede Menge Lokale mit Gartenwirtschaften. Wir haben uns eine Kaffee gegönnt, den Vormittag genossen....uns ganz einfach am Leben erfreut.


Und natürlich im Dom jede Menge beeindruckender Skulpturen, Bilder, Widmungen, Grabplatten.

Es war ja Ostern...und drum hier als Beispiel eine Statue von Maria (oder Magdalena ??) mit dem Totentuch von Jesus. Insgesamt ist allein der Dom einen Besuch in Freiburg wert. Abgesehen davon ist es eine unheimlich lebendige Stadt mit vielen tollen Lokalen, Geschäften, Straßen und Plätzen. Wie jede Studentenstadt pulsiert das Leben.


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